aus Felix' Tagebuch

Dienstag, 03.09.2002

Hallo liebe Leser,

hier bin ich wieder. Diesmal nicht aus dem hohen Norden, sondern aus der anderen Ecke Europas. Wir sitzen gerade auf Sardinien in Cagliari und werden hier ab  Donnerstag die diesjährige Weltmeisterschaft mitsegeln. Die Wetterverhältnisse sind hier einfach super: Täglich um die 30 °C und Sonne ohne Ende. Wind hatten wir bisher auch jeden Tag. Der ist zwar nicht immer so toll aber wir hoffen mit ihm zurecht zu kommen.

aus Felix' Tagebuch

Sonntag, 28.07.2002, 2 Läufe

Wir sind nach 24 Stunden Fähhrfahrt am Freitag im Olympiahafen von Tallin angekommen. Hab mir bei Web.de für unterwegs ne email-Adresse eingerichtet. Heute war ziemlich wenig Wind und  wir haben im ersten Rennen die ganze Zeit geführt. Leider wurde das Rennen dann  50m vor dem Ziel wegen aufkommender Flaute abgebrochen. Fuck off!!! Beim Restart  haben wir völlig verkackt.

Wir haben es geschafft!!!

Unser einziges großes Ziel für dieses Jahr war die Qualifikation für den A-Kader in der kommenden Saison 2002. Zwei Möglichkeiten hatten wir. Die erste, Top 3 bei der Europameisterschaft im Juli vor Dublin, erschien uns von vornherein etwas unrealistisch. Die Zweite sollte dafür schon eher zu packen sein ( Top 10 bei der WM). So konzentrierten wir uns das ganze Jahr über auf unseren letzte und größten Höhepunkt, die Weltmeisterschaft vom 9.- 18. Sep. 2001 in Koper- Slowenien.

Eigentlich wollten wir ja gar nicht an der Meisterschaft teilnehmen, mußte sie aber dann doch noch auf die Liste unserer Saisonhöhepunkte nehmen, da das mit der Olympiateilnahme leider nicht geklappt hat. Aber das ist eine andere Geschichte. Wir, dazu zählt mein Steuermann Lucas und ich, konnten uns also ganz in Ruhe auf unseren letzten Zielwettkampf in Berlin vorbereiten. Großartig trainiert hatten wir im Vorfeld nicht, unsere Vorbereitung bestand im wesentlich darin, die verpatzte Olympiaqualifikation zu verarbeiten, und beim Seglerhaus Preis mitzusegeln. Der Seglerhaus Preis wurde wie die Deutsche Meisterschaft auch vom VSaW ausgerichtet und fand direkt am Wochenende vor dem großen Spätsommerereignis statt.

Haben Sie schon mal mit Adrenalin im Blut gefrühstückt? Oder sich zu zweit mit einem Kater von der letzten Nacht bei 30°C auf ein 470 cm langes Boot gesetzt um mehrere Stunden in der Sonne zu braten, weil vielleicht doch noch Wind kommen könnte? Oder haben Sie vielleicht schon einmal mitten auf der A9 ihren Campingkocher aufgebaut um eine Dose Hühnersuppe lauwarm zu erhitzen? Nein!!! Na dann haben sie auch noch keine ganz normale Regattasaison hinter sich gebracht.

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