Liebe Freunde der Cumulus und Strato-Nimbus,

dieses ist das erste Update der TSC-Wetterfreaks, doch sicher nicht das letzte. Denn so wie sich das Wetter jeden Tag ändert und uns immer wieder mit neuen Kapriolen überrascht, so sind auch wir. Ständig anders, immer wieder neu. Und sei es auch nur mein neuer Kurzharrschnitt, der für die individuelle Windspeed-and-direction-Evaluation ganz neue Möglichkeiten erbringt. Nochmals einen herzlichen Dank an das Pferdegebiss von Scholz Talents, welches eindeutig mehr von Scholz und weniger von Talents hatte.

Ein Update, so der Name, soll nicht unbedingt bedeuten, dass man das Datum oben auf den Briefkopf schreibt, sondern dass ein mäßig verwirrter User sich schnell über mehr oder weniger sinnige Änderungen seiner ihm so bekannten Systeme informiert. Updates werden in vielen Bereichen oft und gerne herausgegeben und stehen dabei mit dem zeitlichen Ereignis des Auftretens von Veränderungen nur bedingt im Zusammenhang. Bestes Beispiel ist der Zuganzeiger im Bahnhof Zoo, bzw. jetzt im Hauptbahnhof. Nachdem man schon seit einer halben Stunde auf den Zug nach Frankfurt wartet, weil man dort sicher terminlich dringende Geschäft zu erledigen hat, erfolgt ein Update der sich zuvor beharrlich deaktualisierenden Anzeige. "5 min. später". Nun, man kann nicht alles haben und Aktualität ist in der digitalen Welt ein kostbares Gut. Ein weiteres nahezu sprichwörtliches Beispiel ist das Update des Verkehrsfunks. Man muss geradezu davon ausgehen, dass sich dort gemeldete Staus bis zum eigenen Eintreffen aufgelöst haben werden, denn man steckt ja so lange in den noch nicht gemeldeten fest.

Nun gut, all das soll das TSC-Wetterfreaks-Update natürlich nicht leisten. Wir sind aktuell, reflektieren den momentanen Stand und präsentieren den direkten Übergang von Zukunft in Vergangenheit. Und all das mit einer Wassertemperatur. Ja, sie geht wieder, der Sensor ist neu und übermittelt wieder die Temperatur direkt vom Ausrüstungssteg. Der Umtausch bei ELV klappte schnell und problemlos, so das wir jetzt auf den Winter warten, wenn wir hoffentlich lange Zeit Minus-Grade geboten bekommen und somit die Kufen der Eisschlitten schleifen können.

Auch bei der Programmierung hat sich was getan. Das Skript läuft nunmehr seit 3 Monaten sehr stabil auf Java und hat dabei noch nicht einmal zu einem Systemabsturz geführt, was besonders den Programmierer wundert, ist er doch aus seiner Geschichte heraus sehr eng mit dem Wort Reboot verknüpft. Er hat wie kaum ein anderer den Begriff der Banana-Programs geprägt, also Software, die erst beim Kunden reift. Während professionelle Firmen ihre Kunden mit Beta-Versionen nerven, hat er die prä-Alpha-Version geschaffen. Dabei perfektionierte er die Distribution eines semifertigen Skripts mit leidlich vielen Bugs und der Gewissheit, dass seine User ihn oftmals anrufen werden. Auch eine interessante Form der Kontaktaufnahme, wobei der Anmachspruch "Lasse mich doch mal Dein Bug fixen..." bislang noch nie zum Erfolg geführt hat.

Was wird kommen? Die Wetterfreaks sind mit der Hardwareperformance noch nicht so ganz zufrieden. Besonders macht uns ein häufiges Abreißen des Kontaktes zur DSL-Box Probleme. Hier planen wir eine neue Kiste mit DHCP und einer besseren Kommunikation zum Rechner. Weiterhin ist es ja so, dass Berlin auf einer plattentektonisch aktiven Spalte liegt, die auf die Medien-Versorgung des TSCs negativen Einfluss hat und sei es auch nur durch ungünstige Sheng-Fui Strahlen. Wie sonst soll es erklärbar sein, dass Christian alle Naselang die Grube ausspritzen darf oder im letzten Jahr drei Stromausfälle den Rechner lahm legten. Während wir weder was für Feng-Fui-Shui noch für die Grube können (auch wenn mancher User uns dort gerne hineinwünschen würde, wenn das WLan mal wieder nichts sagt...), können wir den Stromausfall mit einer USV auffangen. Ein USV ist dabei kein kleines Geländefahrzeug, bei dem man für horrendes Geld sehr wenig Komfort erhält und sich dann noch freuen kann, dass man auf den vielfältigen Gebirgsstraßen des Berliner Umlands den Allradbetrieb im Berggang zuschalten kann, sondern steht für unterbrechungsfreie Stromversorgung. Der kleine weiße Kasten mit den grünen Lämpchen funktioniert wie ein elektronischer Hamsterkäfig. Sinkt die Stromversorgung z.B. weil sämtliche Kojenbesitzer gleichzeitig Kühlschrank Fernseher und Mikrowelle einschalten, so wird der kleine Hamster im inneren geweckt und rennt im Laufrad los, so dass genug Strom erzeugt wird, um die Wetterdaten auch weiterhin unterbrechungsfrei per Internet in den letzten Kral des world-wide-village zu verteilen. Genial, nepas?!

Auch dem Medion-Problem wollen wir begegnen. Hierbei handelt es sich ja um wohl das letzte ungelöste Geheimnis physiko-mathematischer Natur auf unserem Planeten, welches immer noch der systematischen Erforschung harrt. Warum finden Medion-Computer manchmal unser WLan nicht, während alle anderen Fabrikate 100% Sendeleistung feststellen und warum muss man dann den Hot-Spot 2-3 mal resetten, damit es wieder klappt. Hier werden großzügige Feldversuche mit unseren begeisterten und qualifizierten Usern (Klaus) durchgeführt, die zunächst auf 3 Jahre angelegt sind. Forschungsgelder von der DFG sind beantragt. Im besonderen soll der Einfluss der Grubenfüllung (Füllstandsmesser werden noch gebraucht, bitte beim Webmaster bewerben), sowie der Einfluss der plattentektonischen Shui-Feng-Hui-Strahlung untersucht werden. Wir werden über Zwischenstände berichten.

Soweit unser Update. Wir hoffen, der geneigte Leser fühlt sich jetzt up-to-date mit sich, Feng-Shui und unserem Wetter. In diesem Sinne "Runder Tisch oder Rund Achtern!"

Kai Jürgens

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