Bericht zum 18. Jugendseglertreffen 2009

Das 18. Jugendseglertreffen fand vom 6. - 8. März in Kiel statt. Das Besondere an diesem Treffen war, dass es dieses Mal auf einer Fähre der Stena Line stattfand, die in der Nacht vom Freitag auf Samstag nach Göteborg fuhr und von Samstag auf Sonntag wieder zurück.

Insofern mussten wir uns beeilen nach Kiel zu kommen, um rechtzeitig vor dem Ablegen an Bord zu sein. Jede Sorge war allerdings unbegründet, wir kamen sogar so pünktlich, dass die Zeit noch für ein leckeres Fischbrötchen in der Kieler Markthalle reichte.
Das TSC-Team bestand aus Marc Helms, Florian Duwe, Jan und Anja Dethlefsen.

Nach dem pünktlichen Ablegen der Fähre um 19 Uhr erfolgte gegen 20 Uhr die Begrüßung durch den DSV. Danach stürmten sämtliche Segler zum Abendbuffet, welches wirklich wegen seiner ausgesprochenen Quantität sowie vor allem Qualität eine besondere Erwähnung verdient hat.

Um 21.30 Uhr fand das erste Treffen der Jugendsprecher statt.

Das Highlight dieses ersten Abends war allerdings, als wir gegen 0 Uhr unter der Öresund-Brücke, welche Dänemark und Schweden verbindet, hindurchfuhren. In der Dunkelheit bot sich ein sehr imposanter Anblick auf die beleuchtete Brücke, und der ein oder andere hatte durchaus Angst, die Fähre könnte stecken bleiben.

Am Samstagmorgen ging es für uns um 8 Uhr zum Frühstück, welches ebenso umfangreich war wie das Abendessen, um dann um 9.30 Uhr pünktlich im Göteborger Hafen in den vom DSV organisierten Bussen zu sitzen. Es wurde eine zweistündige Stadtrundfahrt durch den schwedisch-kalten Schneeregen geboten. Im Anschluss konnte die schöne Stadt noch selbstständig erkundet werden, und diese freie Zeit nutzten wir TSCer natürlich (neben der kulturell wertvollen Besichtigung der Altstadt und der Markthalle, wo der Versuch, schwedische Elchwurst zu kaufen, kläglich scheiterte) für original schwedische Austern bzw. ein Fischbrötchen zum Mittagessen in der Fischmarkthalle von Göteborg.

Mit der Fähre, öffentlichem Verkehrsmittel in Göteborg, fuhren wir zurück zum Schiff, wo nach einem erschöpfungsbedingten Mittagsschlaf die eigentliche Arbeit begann. Um 16 Uhr nahm das TSC-Team geschlossen am Arbeitskreis I, "Jugend- und Jüngstenmeisterschaftsklassen" teil, welcher uns allen am sinnvollsten erschien.

In diesem Arbeitskreis wurde zunächst die Einführung eines gesonderten Titels "Deutsche Jugend- bzw. Jüngstenmeisterin" besprochen, dann kam es zu einer angeregten Diskussion über die Änderung des Systems zur Bestimmung der Jugend- und Jüngstenmeisterschaftsklassen. Außerdem wurde die Wahl der Jugend- und Jüngstenmeisterschaftsklassen 2010-2013 besprochen.

Weitere Informationen zu den Arbeitskreisen befinden sich im Anhang.

Nach einem weiteren opulenten Essen wurde um 21 Uhr das Jugendsprechertreffen fortgesetzt. Vorgegeben von den Moderatoren war das Thema "Verein 2020", das heißt, es wurde darüber diskutiert, wie wir uns unseren Verein bestmöglich in zehn Jahren vorstellen, bzw. welche momentanen Probleme in den Vereinen verbessert werden sollten. Auf den Tisch kamen hierbei seitens vieler verschiedener Vereine folgende Themen:

 - zu wenig Unterstützung durch die Hauptabteilung bzw. den Vorstand
 - zu wenig Geld für neues Material
 - zu wenig Nachwuchssegler
 - keine Perspektiven nach den Jüngstenbooten (Opti/Teeny), da nur diese gefördert werden
 - schlechter Teamgeist im Verein
 - keine Beschäftigung für die Kinder und Jugendlichen während der Winterpause
   (das Wort "Wintertraining" ist manchen Vereinen offensichtlich unbekannt).

In diesem Zusammenhang war ich sehr stolz sagen zu können, dass sich solche Probleme nach meinem bisherigen Empfinden in diesem Ausmaß bei uns nicht stellen, gerade in puncto Nachwuchssegler, Teamgeist und Wintertraining würde ich uns eher als beispielhaft beschreiben. Sicherlich gibt es auch bei uns das ein oder andere Problem oder Verbesserungsbedarf, allerdings bin ich durchaus der Meinung, dass es im TSC bei Problemen üblich ist, darüber zu reden und gemeinsam eine Lösung zu finden.
Deshalb war es insgesamt sehr schön, unseren in diesen Punkten positiv auffallenden Verein in dieser Diskussion zu vertreten.

Nach dem Treffen der Jugendsprecher hatten wir noch die Gelegenheit, einen sehr beeindruckenden Film über die deutschen Segler bei den olympischen Spielen 2008 in China anzuschauen.

Ausklingen ließen wir den anstrengenden Tag beim Feiern im bordeigenen "Stena Line Nightclub".

Am Sonntag schließlich begann um 10 Uhr die Sitzung zum eigentlichen Jugendseglertreffen. Da wir hier schon wieder in Kieler Hafen lagen, nahmen viele "Nicht-Göteborg-Fahrer" die Möglichkeit wahr, trotzdem an der Sitzung teilzunehmen. Nach dem Bericht des DSV-Jugendobmanns wurde aus den verschiedenen Arbeitskreisen und dem Jugendsprechertreffen berichtet. Anschließend wurde über die Neukonzeption zur Bestimmung der Jugend- und Jüngstenmeisterschaftsklassen abgestimmt, welche mit einer klaren Mehrheit angenommen wurde. Weiteres hierzu im Anhang. Außerdem wurden bei der Wahl der Jugend- und Jüngstenmeisterschafts-klassen 2010 - 1013 alle bisherigen Meisterschaftsklassen wiedergewählt.

Das anschließende Mittagessen ließen wir TSCer dankend ausfallen, denn nach den überwältigenden Buffets der beiden Vortage hatte wohl jeder von uns das Gefühl, mindestens drei Tage lang nichts mehr essen zu können… was uns letztendlich jedoch nicht vom obligatorischen McDonalds-Zwischenstopp auf der Heimfahrt abhielt.

Insgesamt war es ein sehr angenehmes Wochenende, und auch die Besichtigung von Göteborg kann wohl jeder von uns nur weiterempfehlen.

Anja Dethlefsen

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