Hallihallo...nun ist die Jubiläumsveranstaltung zum 75. Geburtstag des Piraten vom 09. Bis 12.Mai 2013 bereits Geschichte.

Wie schrieb die Yacht in ihrer Ausgabe (11/2013) zum 75. Geburtstag ihres Sprösslings - DIE EWIGE KLASSE!

Möge sie es tatsächlich werden. Die Seglerzeitung schrieb gar:

DER PIRAT DIE BELIEBTESTE SEGELJOLLE DER DEUTSCHEN!

Gemessen an den Verkaufszahlen von geschätzten ca. 10.000 Booten in 75 Jahren ist sie das wohl.

Die zu Ehren dieses Bootes ausgerichtete Jubiläumsveranstaltung beim Tegeler Segelclub (TSC) reihte sich jedenfalls würdig in die Vorgängerjubiläumsveranstaltungen 50, 60, 70 Jahre Pirat, allesamt vom BTB Berliner Tourenseglerclub Blau-Weiß e.V. (BTB) mit Unterstützung anderer Vereine organisiert und durchgeführt, ein.

147 Piraten auf die Beine zu stellen, war eine Danksagung an den Veranstalter, den Tegeler Segelclub!

Um es vorweg zu nehmen, alle, die nicht da waren, haben etwas verpasst!!! Ätsch wir waren dabei - ärgert euch!!!

147 Piraten darunter 13 Holzboote waren ein gesunder Mix von neuen und alten Booten. Man konnte so deutlich kontrastiert sehen, wie sich der Pirat weiterentwickelt hat, behutsam konservativ aber eben doch zu einer modernen Jolle. Die Vereine, die den Piraten hoch halten, müssten von allen ökologisch orientierten Verantwortungsträgern ausgezeichnet werden, der Pirat ist die pure Nachhaltigkeit, ja die Ewigkeit (möge die Yacht doch recht behalten), denn selbst über 20 Jahre alte Boote konnten und können in den Regattafeldern respektabel mithalten.

Wie lief es denn nun so bei der Jubiläumsveranstaltung beim Tegeler Segler Club?

In der Meldeliste waren wir (Beil 4299) im November 2012 die Nr. 4. Die Meldezahlen schlichen sich so langsam parabelförmig bis zum Meldeschluss nach oben. Die WEB - Seite des TSC für den Event war nicht einfach zu händeln - der Shop hat mich Stunden gekostet. Derweil wurden die Sponsoren erfreulicherweise immer zahlreicher. Unsere Planung Berlin: Wohnwagen geordert, da wir aus Gründen der Bequemlichkeit (nicht wegen des Alters - ihr Pappnasen...) nicht im Zelt nächtigen wollten und Hotels oder Jugendherbergen zu weit weg vom Schuss gelegen waren, denn wir wollten an der Basis sein, um Dönjes zu schnacken, alte Segelkameraden wiedertreffen, in Erinnerungen schwelgen. Denn wir hatten in den letzten 50 Jahren mit und durch diese olle dolle Knickspantjolle viel erlebt, Lebensplanungen daran ausgerichtet, kurzum wir haben ihr viel zu verdanken. Auf der WEB - Site unseres Vereins, des WVG 1928 e.V., war ein Countdown eingerichtet, der anfangs noch sehr viel Zeit verhieß, zum Ende hin aber rasten die Tage, wie das eigentliche Event auch. Als der Tag 0 am Himmelfahrtstag erreicht war, stiegen wir ins Auto, im Schlepp die Jugendpiraten unseres Vereins und erreichten im zähflüssigen Verkehr rund um Berlin gen Mittag den TSC. Wir wurden freundlich und bestimmt empfangen und zum Französischen Angelclub in unmittelbarer Nachbarschaft des TSC delegiert. Dort stand auch bereits unser Wohnwagen, dort sollten auch die Boote liegen. So muss es sein! Tresen, Boot und Toilette sollten immer höchstens eine Piratenlänge vom Schlafgemach entfernt liegen. Perfekt! Die Ein-zwei, drei, vier, Bud- und Federweiser hatten schwer zu tun und sie waren ohne Zweifel die wichtigsten Personen am ersten Tag, denn die vielen Trailer, Zelte, Autos, Menschen oder Piraten und Piraten mussten sortiert werden. Es klappte perfekt und alles mit einer Piratenlänge. Ein Dank an die weisen Weiser!

Zum Aufbauen des Bootes kam man gar nicht, so viele alte und immer noch junge Gesichter bedrängten einen, Hände mussten geschüttelt werden, Umarmungen und in so manches Gesicht gesellte sich verstohlen eine Träne. Die große Piratenfamilie war beisammen! Irgendwann waren die Boote doch so nebenbei aufgebaut, Quartier war gemacht. Dank Frau alles in bester Ordnung, so fand man dann auch die Unterhosen und Socken ohne den Wohnwagen ausräumen zu müssen. Ja, was wären wir ohne Frauen...Das erleichterte den weiteren Verlauf der Veranstaltung. Begrüßungsabend mit zünftiger Eröffnung. Dank der leistungsstarken Beschallungstechnik (da wären selbst ACDC oder die Stones neidisch geworden) gelang es, die Begrüßung über die Bühne zu bekommen, da die Teilnehmer sich im Schuppen, nur wenige unter dem Terrassenzelt des TSC vor dem wolkenbruchartigen Regen, der plötzlich einsetzte, retteten. So sprachen dann einige Redner vor leeren Rängen, aber sie wurden gehört und Reden wie auch Offizielle gehören nun mal zu so einer Veranstaltung dazu. Dann Eröffnung mit Böller und danach das Wichtigste - das Eröffnungsbüffet. Es war, wie eigentlich bei allen Piratenveranstaltungen reichlich zu futtern da, unverständlich, wie sich doch einige die Teller vollhauten, um es hinterher zu entsorgen, ohne das es den Magen-Darmtrakt berührt hat. Ach ja, wir leben doch in der Wohlstandsgesellschaft.

Der gesamte Zahlungsverkehr war ein Vor- oder Nachbote des Kommunismus - es lief alles ohne Geld. Toll! Der Wertmarkenverzehr hat sicherlich vieles beschleunigt und wesentlich vereinfacht – zur Nachahmung empfohlen. Man musste also Geld in Wertmarken tauschen, die dann Zahlungsmittel waren. Die Preise waren darauf exakt abgestimmt, ja - jedem nach seinen Bedürfnissen jedem nach seiner Leistung. Es klappte wirklich hervorragend.

Danach dann die Taufe des Piraten der Deutschen Piraten Klassenvereinigung, der Jugendlichen jeweils für ein Jahr zur Verfügung gestellt wird. Die Glücklichen Jugendlichen Fynn Ausborn und Lara Marie Habedank (auch dieser Name passte!), die das Boot in diesem Jahr segeln, ließen den Piraten 4439 von einer brasilianischen Austauschschülerin (das hatte echten Symbolcharakter) auf den treffenden und vielsagenden Namen „exSAILente Klasse" taufen. Ein tolles Boot, um das sich viele, aber vor allen Dingen Butze (Karsten Bredt) große Verdienste bei der Herstellung, Ausrüstung und Logistik erworben haben. Dieser Akt hätte allerdings medial weit besser vermarktet werden können, ja müssen! Aber gut gesagt, es muss ja auch jemand machen und die, die alles machen, können eben doch nicht immer alles machen!!!

Freitagmorgen: Wenig oder besser gar kein Wind. Aber Start war ja erst um 11.00 Uhr. Also in aller Ruhe Frühstück fassen im TSC. Bei der Frühstücksausgabe hätte man sicherlich noch einiges rationeller gestalten können und Kaffee oder Tee hätte es bis zum Abwinken geben müssen, ansonsten war es ok.

Danach sortierten wir unsere Gruppenaufkleber und klebten sie nicht verkehrt herum oder schnitten die Reklame der Bootswerft Hein und Clownsails aus oder verklebten sie, denn das ist verboten (stand in der Segelanweisung und steht auch in den WR), weil so ein Sponsor hat ja wohl ein Recht darauf gesehen zu werden. Sonst sponsert uns irgendwann keiner mehr was.....das wäre doch echt saublöd. Oder?

Wir starteten mit Ausnahme der Holzboote in Gruppen jeder gegen jeden, um uns für das Gold- oder Silberfleet zu qualifizieren. Das war an Hand der Aufkleber gut auszumachen. Die Signalgebung in dieser Sache auf dem Startschiff war aber schlecht zu erkennen. Um es aber vorweg zu nehmen die Wettfahrtleitung um Jessica Jürgens und alle Helfer, Schieris, kurzum das gesamte Team des TSC usw. machten einen tollen Job sowohl auf dem Wasser als auch an Land und hatten natürlich mit dem Wind und dem Wetter auch das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite.

Also pünktlich raussegeln zur ersten Wettfahrt bei schwachen drehenden Winden. Das Slippen im französischen Angelverein war schon ein Erlebnis. Die Slipanlage beim Angelclub ging steil bergab. Da stand der Chef des Vereins höchstpersönlich mit einer Bierruhe, wusste gar nicht, dass sich Mecklenburger und Franzosen so ähnlich sind, und nahm die Slipwagen an einen Tampen, den er durch einen Ring (na klar Slipring) am Clubgebäude führte und so die Boote sanft und gefühlvoll abslippte. Das machte er bei 50 bis 60 Booten. Hut ab! Beim Aufslippen machten es dann die Jungs vom TSC – auch dafür ein ganz großes DANKE!!!

Dann auf dem Wasser die bange Frage eines Mecklenburger Piraten: Ob dat wat wat bi dennen Wind?! Es wurde was, wie schon gesagt das Glück des Tüchtigen spielte mit, es war zwar drehig, streifig (wie erwartet) aber immer segelbar. Viel mehr Wind wäre bei der Masse an Booten wohl etwas kleinholzig geworden, viel weniger wäre nicht segelbar gewesen. Tscha, die Berliner können offensichtlich doch was. Die das mit dem Wind und der Veranstaltung hinbekommen haben, die hätte man beim Flughafenbau einsetzen sollen...ach nee...auch Schiet, dann hätten sie ja nicht 75 Pirat organisieren können. So hat alles sein Gutes.

Es war aber nicht nur die Windstärke, nein auch die Richtung war perfekt. So konnte man tatsächlich relativ gut Inner – und Outer Loup fahren. Es sollen zwar einige Piraten Schwierigkeiten gehabt haben die richtigen Marken anzusteuern, aber es hat dann wohl auch bei denen geklappt.

Die erste Wettfahrt endete mit einem Paukenschlag, denn die glücklichen Piratenjugendlichen mit dem neuen Klassenboot ersegelten in der ersten Wettfahrt Platz 1! In der 2. Wettfahrt Platz 3, in der Gesamtflottille Gesamtplatz 10. Tolle Leistung! Tolle Leistung auch der Klassenvereinigung und derer, die Boot in der Anschaffung verbilligten und diese Förderung des Jugendsports möglich machten!!!.

Es waren drei tolle Tageswettfahrten, danach stand fest, wir sind im Goldfleet, ein willkommener Nebeneffekt. Ich segelte mit Jan Schebeko. Eine Konstellation, die für mich als auch Jan neu war. Unsere Plätze konnten sich sehen lassen, waren wir doch nach dem ersten Tag 11. der Gesamtflottille. Als wir in unserer Gruppe einen 2. nach Hause fuhren murmelte Jan in die Fock: Ach, so fühlt sich das also an... Ich hörte das und warf ein: Es kann aber auch ganz anders kommen (und... es kam ganz anders!).

Nach dem ersten Tag führte das Berliner Altstarladyteam (alt im Sinne von lange zusammen gesegelt liebe Silke und Simone, ansonsten seid ihr die Jugend schlechthin – besser kann ich nicht schleimen...bzw. das kostet zuviel Schreibeplatz...;) )Simone Wahrendorf – Silke Kinner (4399) vor Frank Martens Uwe Sauer (4367) Ines Pingel – Thomas Heldt (4434) und Bärchen (Gunter Edinger) – Wolfgang Engel (4202). Die Platzierungen waren nicht unerwartet, überraschend aber doch die Platzierungen des Teterow- Güstrow Teams Frank und Uwe sowie Bärchen, der sich in den letzten Jahren doch mehr der Unterstützung des Jugendsportes verschrieben hatte und demzufolge im Piraten nicht mehr so oft zu sehen war.

An Land dann Anlegerbier, das hat echt gut geschmeckt (ein Dank an den Sponsor die Schultheiß Brauerei!) und es hat wunderbar die Zeit beim Aufslippen der Boote verkürzt. So mancher Besucher der nicht die Zeit zum Segeln gefunden hatte, aber trotzdem in Berlin auftauchte, wurde mit entsprechendem bierselig freudigem Hallo begrüßt. Am Abend war dann reichlich Zeit, um mit alten Freunden, die man lange nicht gesehen hatte, ordentlich zu quasseln, Erinnerungen auffrischen und das ein oder andere Bierchen zu schlürfen. Es war schon toll Manuel Stiff wieder auf der Piste zu sehen oder Klaus-Dieter Voigt, Dietrich Werner, Klaus Müller, Eckard Döblitz, Jörg Breckwoldt u.v.a. begrüßen zu können. An die, die nicht mehr dabei sind, wurde in vielen Gesprächen gedacht. Alle haben an der Piratengeschichte mitgeschrieben. Es war auch toll endlich einmal einen Teil der Holzbootcrew persönlich kennenzulernen. Denn die Truppe um Malte Storn leistet auch sehr viel Gutes für die Klasse und es zeugt von großer Liebe zum und für den Piraten, wenn man sich die nicht so pflegeleichten Boote anschaut oder wenn man die Restaurierungen auf der tollen WEB-Site: holzpirat.org anschaut. Hut ab vor eurer Leistung, die auch hilft der Klasse Ewigkeitscharakter zu verleihen.

Bei heißen Diskorhythmen, die man noch auf Alex gehört haben soll, klang der Abend aus. Der Himmel war aufgerissen und es war entsprechend kühl geworden. Am nächsten Tag empfing uns ein wunderschöner aber kühler Morgen. Wieder kaum Wind! Trotzdem früh geslippt, mit gleicher Zeremonie. Und siehe da Punkt 11.00 Uhr war die Brise da, die nötig war, um die Boote in das Abschlussrennen zu schicken. Von dem Können der Berliner sprachen wir bereits. Ja, das Abschlussrennen hatte es in sich. Wir kamen nicht so gut weg und lagen an Marke 1 irgendwo im hinteren Mittelfeld. Dann Innerloup Marke 2 zwanzig Boote nebeneinander, wir in der Mitte. Die außen wollten Raum haben von den denen die innen lagen und so kam es wie es kommen musste total eingekeilt. Am Boot habe ich nun alle Bootsfarben, die es auf dem See gab. Ich glaube ein Studium der Wettfahrtregeln würde vielen von uns gut zu Gesicht stehen. Nur so viel: Überlappt hat man um den ganzen Globus, hat mit den drei Bootslängen an der Marke wenig zu tun. Grob gesagt!!! Tschä, wir waren hoffnungslos eingekeilt – selbst schuld, sollte ich doch eigentlich erahnt haben, was sich da anbahnte. Als der Keil sich endlich auflöste, falsche Seite gewählt, die Psyche war im Eimer. Kurs zu kurz, keine Korrekturmöglichkeiten, die Konkurrenten sind ja auch keine Deppen - 55. im Ziel. Damit war unsere tolle Platzierung im Ar... Shit! Die Wettfahrtleiterin sprach von einem tollen Bild, das sich auf dem See bot, es stimmte, es war ein tolles Bild diese fast 150 Piraten auf dem See zu sehen. Unvergessene Bilder, die für alles entschädigten. Die Platzierungen wurden dann bis zur Siegerehrung geheim gehalten. Warum eigentlich?

Aufslippen war noch schöner als am Tag davor. Bier ohne Ende- es schmeckte. Wetter gut, Stimmung gut, tolle Gemeinschaft - was gibt es schöneres auf dieser Welt als Pirat zu segeln!? In aller Ruhe die Boote verladen. Pläuschchen, hier und da ein Absacker, landfein machen. Trotz der Menschenmasse ging es total entspannt zu, jeder fand einen Strahl unter der Dusche.

Dann wieder ein zünftiges Abendbüfett und warten auf die heißeste Band, die an diesem Abend in Deutschland spielte, die Rockhouse Brothers, die direkt aus London eingeflogen worden waren. Bis zum Beginn des Abendprogrammes wurde es kühl und kühler, Bier ging nicht mehr so richtig (jedenfalls nicht bei mir), zum Glück machte die Cocktailbar des TSC auf. Die hatten aber schlecht geplant oder mit anderem Wetter gerechnet, denn um 23.00 Uhr waren sie out..., oder hatten das die Wertmarken kommunistischen Feelings verursacht, nach dem Motto, Geld spielt keine Rolle wir haben ja eh keins und brauchen auch keins...denn wir haben ja Marken.

Die Rhythmen wurden immer heißer, die Tanzfläche immer kleiner. Die Tegeler Frühinsbettgeher waren diese Rhythmen wohl nicht gewohnt, denn irgendwann tauchte die Polizei auf und überzeugte sich davon, dass alles seine Richtigkeit hatte und die Anwohner wohl eine Piratenfete in 75 Jahren ertragen können müssen. Die Band blies zum Finale ...es wurde immer enger.,... Als dann zwei Zentnerleute über unseren Köpfen jongliert wurden und wir zwischen der Band tanzten wurde auch mir mulmig. Aber trotz dieser Zuspitzungen war dann doch irgendwann Schluss. In der Bar gab der Vereinsboss und auch andere noch einen aus und am gerade angebrochenen bereits einige Stunden altem Morgen trollten wir uns dann in die Kojen. Toller Abend, tolle Musik, tolle Gastgeber, tolle Piraten, tolle Polizei....wir kommen wieder!

Der Sonntagmorgen empfing uns mit schönstem Siegerehrungswetter. Beim Frühstück schauten wir zu, wie die TSCer sich schon wieder mühten, um die Siegerehrung vorzubereiten. Dazwischen immer wieder Aufrufe bitte Fahrzeuge auf dem Weg zur Villa Borsig (heute auswärtiges Amt) zu entfernen. Die große Weltpolitik hatte selbst uns erreicht. Warum, wieso, weshalb sahen wir dann am Abend im Fernsehen, der deutsche und türkische Außenminister trafen sich just zu 75 Jahre Pirat in Berlin. Da in der Türkei der nächste Weltcup stattfinden soll, lag dieses Treffen ja klar auf der Hand, denn so was muss von höchster Stelle vorbereitet werden. Hut ab Guido, das hätte ich dir gar nicht zugetraut. Aber lass da bitte nicht Wowereit und Platzek ran, sonst findet der Weltcup in Istanbul erst 2100 statt....

Zur Siegerehrung traf sich die Meute vor der Veranda. Dankesworte, Ehrungen der Offiziellen durch Offizielle dieses Mal aber verdient. Denn die hatten alle über viele Jahre unendlich viel Freizeit in den Piraten gesteckt (genannt sei hier stellvertretend für viele andere Jörg Breckwoldt). Erwähnt werden muss aber unbedingt auch Jochen Bredt, der mit Hilfe einiger anderer eine Hammerbroschüre zu 75 Jahre Pirat herausgebracht. Sozusagen ein Lebenswerk! Darauf kannste dir wat einbilden, lieber Jochen!!!

Erwähnt werden muss auch die „kurze" Ansprache des Chilenischen Sportfreundes. Sehr unterhaltsam, nur leider zu „kurz"! Die Siegerehrung, vorgenommen durch die Wettfahrtleiterin Jessica Jürgens, nahm ihren Lauf, erst die Jugend, dann die Holzboote, dann das Feld. Wir waren 30. Damit letzter Preisträger und nun Inhaber des Tegeler 75. Jahre-Pirat-Enterbeiles. Die ersten drei bekamen Gold,- Silber und Bronzebeile, die waren echt gut bearbeitet worden. Ines und Harpo, vor Simone und Silke und Frank und Uwe, waren die Glücklichen und auch seglerisch die, die den Tegeler See an diesem Jubiläumswochenende am besten beherrscht hatten.

Bei 147 Booten und geplanten wie ungeplanten Laudationes ist so eine Ehrung sicherlich nicht ganz einfach, denn es war wohl die Absicht alle nach vorne zu rufen, das dauerte aber dann doch zu lange und die Ehrende machte dann bei Platz 75 Schluss, obwohl es alle verdient hätten geehrt zu werden. Die Leute wollten nach Hause, um der Blechlawine zu entgehen, denn wir hatten das Brückentagswochenende des Jahres fast hinter uns und dachten mit Grausen an das viele Blech. Ich wäre dafür am Wochenende die Autobahnen nur für Autos mit Piraten im Schlepp zuzulassen....aber dann hätten die Bootswerften so viele Aufträge, nach dem Motto, jedem deutschen Automobilisten seinen Piraten. Selbst aus dem entferntesten Schweinestall würden die Piraten für die Pistenfahrt flottgemacht werden, so dass dann zwar alle Piraten unterwegs, aber die richtigen Piraten keine Boote mehr bekommen würden, sie aber auch nicht mehr bezahlen könnten. Ja, das ist ein Paradoxon...

Die Verabschiedung von all den lieben Piratenkumpels fiel dann doch aus den vorgenannten Gründen sehr kurz aus, aber wir hatten ja vier Tage Zeit, um uns auszutauschen...ok, Gesprächsstoff gibt es noch genug, aber es gibt ja ein nächstes Mal. Ab auf die Piste und es kam wie befürchtet – Blech, Blech, Blech. Wir hatten noch Glück, für die 190 km nach Hause brauchten wir nur 3 h. Andere, wie Manuel Stiff und seine Crew, haben 12 Stunden auf der Piste zugebracht. Egal, 75 Jahre wird man nicht jeden Tag.

Lieber TSC wir kommen zum 80. wieder, das war sozusagen eine Selbstverpflichtung. Wer, wenn nicht ihr.....Eine Woche später hat sich noch einer angeboten, dazu mehr im nächsten Bericht über die Pfingstregatta in Röbel.

Viele verdiente Dankesbeile an euch vom TSC und die vielen Leute im Background der Klasse Pirat!!!

ES WAR TOLL!

PS.: Wenn ich/wir etwas vergessen haben sollte/n seht es mir/uns bitte nach.

Goode Wind!

Carsten Jansen + Jan Schebeko (Beil4299), WVG 1928 e.V., Mai 2013

Joomla templates by a4joomla