Donnerstag, 28. März, Treffpunkt um 9 Uhr im TSC zum Schneeschieben! Alles andere wäre unvernünftig gewesen, denn mitso einer Schneedecke auf die Autobahn, das ging nicht. Also Handschuhe an, Besen in die Hand und los ging es.So hatten wir uns das nicht vorgestellt, als wir uns ein paar Wochen zuvor entschieden hatten, anstatt ins warme Italien, mitden 4 J24-Teams der SVAOe ins Trainingslager nach Eckernförde zu fahren. Kurz hatten wir darüber nachgedacht das ganzeabzusagen, aber nachdem Windfinder Plusgrade meldete, stand unsere Entscheidung: wir fahren!

Donnerstag, 16 Uhr Ankunft in Eckernförde, zumindest vorübergehend keine Niederschläge, dafür recht eisiger Wind. Schnelldie Spanngurte gelöst und das Boot ins Wasser gekrant. Dann arbeitsteiliges Vorgehen: frierend das Boot zum Steg derSVAOe fahren, etwas an Boot und Mast schrauben oder aber einkaufen und Ferienwohnung beziehen. EinsetzenderSchneefall und immer wieder der Gedanke "wir sind doch verrückt"! Abends gemeinsames Kochen in unserer Wohnung,später den Abend ausklingen lassen mit den anderen Teams.

Freitag, 10 Uhr Aufwachen und ungläubiger Blick nach draußen: es schneit! Über Nacht hat es auch geschneit. Segeln wirheute oder gehen wir in die Therme? Eine Stunde später sind wir am Boot. Besen in die Hand und weg mit der weißenMasse!

Wiederum eine Stunde später steht der Mast, sehen wir aus wie Michelin-Männchen und legen ab! Nach ein paar Manövern, sprich ein wenigBewegung, wird es etwas wärmer. Weniger kalt trifft es eigentlich besser. Mitan Bord - wie schon im vergangenen Jahr zum Trainingsauftakt - unserPersonal Trainer Stefan. Liebevoll auch Drill-Sergeant genannt. Nach gefühlt90% vorwinds und nur 10% Kreuz (empfinden des Vorschiffs) geht es zurück inden Hafen. Erste Trainingssession erfolgreich absolviert. Die Restenergie(Wärme?) reicht, um noch ein wenig am Boot zu schrauben.Samstag, 11 Uhr Besprechung mit den anderen Teams. Am zweiten Tag aufdem Programm: Starts, davon viele! Und wiederum Manöver, auch viele! Andie Temperaturen sind wir langsam "gewöhnt". Für den nächsten Tag hat sichdie Sonne angekündigt! Am Abend beginnt es jedoch erstmal zu schneien!Sonntag, 10 Uhr wiederum ungläubiger Blick aus dem Fenster: die Sonnescheint! So richtig! Strahlend blauer Himmel, keine einzige Wolke. Zunächstgenießen wir ein ausgiebiges Osterfrühstück mit tollen Leckereien von Fam.Loth. Wir bleiben lange auf dem Wasser. Die Sonne verleitet dazu. Einegelungene Wiedergutmachung seitens des Wetters. Trainingsschwerpunkte amOstersonntag: Tonnenrundungen und klare Ansagen an Bord. Nach einemköstlichen 3-Gänge-Ostermenü im Hause Loth lassen wir den letzten Abend inschon gewohnt entspannter und lustiger Athmosphäre ausklingen.Der Ostermontag empfängt uns erneut mit Sonnenschein. Die Boote sind jedoch von Eisschollen umgeben. Aber wenn dieSchwäne einen Weg finden, dann finden ihn die J's auch. Das letzte Training ist quasi eine Endlos-Wettfahrt. Immer wiederhoch und runter, hoch und runter, usw. Fast etwas widerwillig bauen wir schließlich am frühen Nachmittag das Boot ab undverladen es für seinen Transport nach Hamburg. Am kommenden Wochenende (6./7. April) startet die Regattasaison auf derAußenalster!

Fazit: ein gelungener, etwas verrückter Trainingsauftakt. 4 Tage segeln bei wechselnden, aber angenehmen Windstärken.Viele Tips von Stefan bekommen (Dankeschön!) und sowohl Manöver als auch Boot optimiert. Die Seeluft genossen undeine tolle Zeit mit dem eigenen Team und den Hamburger Teams verbracht. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für dieOrganisation! In Italien hätten wir nur zwei Segeltage gehabt: einen Tag gab es Sturm, einen anderen Flaute. Wir haben alsoalles richtig gemacht!

Bis bald, Eure Avalancha

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