Gdynia/ Polen, 10.7.2010

Heute ist die Europameisterschaft in Polen zu Ende gegangen. Die Euro war mit über 80 Startern das am stärksten besetzte Feld in diesem Jahr. Die Regatta wurde in zwei Bereiche aufgeteilt, zum einen die Qualifikation (Tag 1,2,3) und die Finalserie (Tag 4,5,6). Geplant waren für jeden Tag 3 Wettfahrten, was jedoch abhängig von Wind erhöht oder beschränkt wurde.

Seit ca. 2 Wochen sind wir hier in Gdynia und haben uns fleißig auf unseren Saisonhöhepunkt vorbereitet. Nach den Ergebnissen im Verlauf des Jahres galten für uns zwei Ziele zu erreichen. Zum einen wollten wir unter die besten 25 Europäer kommen und zum anderen, was unser persönliches Ziel war, wollten wir die top 16 der Welt  angreifen. Ich kann vorweg nehmen, dass und das Zweite nicht gelungen ist.

Die Regatta begann durchwachsen: der erste Tag war mit wenig Wind ein inkonstanter Tag für uns. Wir ersegelten die Platzierungen 20,10 und 31, bei einer Fleetgröße von 42 Booten. Der zweite Tag verlief hierbei deutlich besser. Wir absolvierten 4 Wettfahrten bei Windbedingungen von 3-5 Windstärken und erreichten die Plätze 10,8,10 und 5. Somit konnten wir uns im Gesamtklassement auf Rang 13 vorarbeiten. Am letzten Tag der Qualifikation standen nun noch 2 Wettfahrten auf dem Plan. Die erste Wettfahrt beendeten wir auf Platz 6, womit wir unsere Gesamtposition um einen Platz auf 12 verbessern konnten. In der letzten Wettfahrt des Tages lagen wir nach der zweiten von drei Runden auf Platz 5, bis sich folgendes ereignete. Während einer Tonnenrundung kam es zu einer Kollision mit einem britischen Segler, wodurch die Karbonvorrichtung unseres dritten Segels, dem Gennaker brach. Trotz Kampfeswillen konnten wir die Wettfahrt nur als 33. Beenden. Bei der anschließenden Protestverhandlung an Land musste
unser Protest Aufgrund zu unklarer Beweislage abgelehnt werden und wir sind somit im Gesamtergebnis auf Platz 26 zurückgefallen. Dies war sehr ärgerlich, da wir zum einen Punktgleich mit Platz 25 und 24 waren (Ab 25 Goldfleet) und zum anderen da unser Kriterium für die Nationalmannschaft bei Platz 29 lag. Nun mussten wir weiter alles geben. Im Silberfleet kamen wir sehr gut zurecht und erkämpften uns nach drei Finaltagen den 3. Platz, womit wir sehr zufrieden sind. Diese Leitung war besonders im Hinblick auf das verpasste Goldfleet und den verpassten Möglichkeiten sehr hoch anzurechnen. Nach einem solchen Qualifikationsabschluss (nach Tag 3) ist es sehr schwer die Motivation und die Konzentration bis zum Ende der Regatta hochzuhalten. Somit sind wir mit dem Ergebnis der Regatta durchaus zufrieden und freuen uns weiter über die Platzierung unseres Olympic Team Kollegen, Tobias Schadewaldt und Hannes Baumann, die mit Platz 16 ihr Nationalmannschaftskriterium erfüllt haben.

Die nächsten Wochen werden wir insbesondere in Regeneration und Konditionstraining, sowie Physiotherapie investieren, um dann zum nächsten großen Event in England, im Olympiarevier Weymouth top fit und erholt an den Start gehen zu können.

Bis dahin wird es immer mal Neuigkeiten auf unsere Website geben also schaut mal rein!

Beste Grüße
Erik und Tomi

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