Als mich Felix Krabbe Anfang 2014 fragte, ob es möglich sei, alle Mitglieder, also auch die ehemaligen herauszufinden, ahnte ich noch nichts Böses.

Natürlich wäre es möglich, antwortete ich ihm. Und dann kam er mit seiner Idee: Alle Mitglieder von 1901, dem Gründungsjahr des TSC, bis heute sollen nach ihrem Eintrittsdatum sortiert werden. Dann wird für jedes Jahr eine Messingtafel gefertigt, auf der die Namen der zu diesem Zeitpunkt Eingetreten stehen. Ich war von der Idee fasziniert. So etwas habe ich noch nirgendwo gesehen. Und prompt hatte ich eine neue Aufgabe. Ich wusste, dass wir eine gut geführte Mitglieder-Datei haben, in der akribisch über die Jahrzehnte hinweg alles Wesentliche abgeheftet wurde. So nahm ich mir dann nach und nach alle sieben Leitz-Ordner vor und begann zu suchen. Bei vielen Ehemaligen war der Aufnahmeantrag noch vorhanden. Aber je weiter das Eintrittsdatum zurücklag, desto lückenhafter wurden die Informationen. Ich musste mich teilweise wieder in die Sütterlin-Schrift vertiefen. In vielen Fällen blieb nichts anderes übrig, als alle vorhandenen Schriftstücke zu lesen, um Anhaltspunkte zu finden. Nicht immer ist das gefundene Datum auch der tatsächliche Tag des Eintritts, sondern  der Zeitpunkt der „ersten urkundlichen Erwähnung“.

Aus den geplanten vier Wochen wurde ein halbes Jahr, aber ich habe dabei sehr viel Neues und Interessantes über unseren Verein erfahren. Doch damit war nur meine Aufgabe erledigt. Nun ging es darum, die „noch Lebenden“ zu sortieren. Hier hat in erster Linie Nicolas Warzecha Stunde um Stunde seiner Freizeit geopfert. Und immer wieder musste Felix Krabbe Fragen zur Systematik und dem Layout klären oder entscheiden: Welche Mitglieder sollen erfasst werden? Alle, ohne Einschränkung? Auch die Jugendmitglieder? Wie verfahren wir mit den Zweifelsfällen?

Ende 2014 lag dann eine erste Gesamtliste vor. Tiefes Aufatmen bei allen Beteiligten! Trotzdem hat es bis zum Februar 2015 gedauert, bis der „Feinschliff“ erledigt war. Und dennoch werden wir hier und da wohl einen Fehler finden.

Damit war aber nur ein Teil der Idee verwirklicht. Wer macht die Tafeln und wie wird das finanziert? Dr. Heinz Kieburg, Spezialist für solche Laser-Gravuren erklärte sich bereit, seine Fähigkeiten und seine Technik dem TSC zur Verfügung zu stellen. Die Finanzierung erfolgte nach alter TSC-Tradition, am Haushalt vorbei über ungenannte Spender. Herzlichen Dank für diesen Teil des Gelingens. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, an dem die letzte Hürde genommen werden musste: Wie kommen die Tafeln an die Wand? Hier war wieder Felix gefordert. Er fand in Holger Falkenberg einen handwerklich Begabten, der die Holzleisten dazu im Treppenhaus anbrachte. Der Initiator persönlich hat dann das Werk vollendet. Nach und nach hat Felix Tafel um Tafel angenagelt, über 400 kleine Messingnägel eingeschlagen.

Nun ist es vollbracht! Mit Stolz können wir auf etwas Schauen, was uns verbindet und unvergessen macht. Eine grandiose Idee! Der Dank geht insbesondere an Felix, der nicht nur die Idee sondern auch wesentlichen Anteil an der Realisierung hat und an all die hier genannten und ungenannten Helfer.

Peter Reckmann

  • 2015_tsc-ahnengalerie_01
  • 2015_tsc-ahnengalerie_02
  • 2015_tsc-ahnengalerie_03
  • 2015_tsc-ahnengalerie_04
  • 2015_tsc-ahnengalerie_05

 

Joomla templates by a4joomla