Ich habe mich für „Godwin-Sand“ entschieden, weil es gerade zu der gerade laufenden Ausbildung  zum SBF See passt. Zurzeit bewegen wir uns virtuell durch das Watt und die Mahlsände der Elbemündung. Zudem war, das ist für mich überraschend, Theodor Fontane kein Dichter des Nordens sondern eher in der Mark Brandenburg beheimatet.

Theodor Fontane:

Goodwin-Sand
Das sind die Bänke von Goodwin-Sand,
sie sind nicht Meer, sie sind nicht Land,
sie schieben sich, langsam, satt und schwer,
wie eine Schlange hin und her.

Und die Schiffe, die mit dem Sturm gerungen
und die schäumende Wut der Wellen bezwungen,
und die gefahren über die Welt,
unzertrümmert, unzerschellt,
sie sehen die Heimat, sie sehen das Ziel,
da schiebt sich die Schlange unter den Kiel
und ringelt Schiff und Mannschaft hinab,
zugleich ihr Tod, zugleich ihr Grab.

Die See ist still, die Ebb' ist nah,
Mastspitzen ragen hier und da,
und wo sie  ragen in die Luft,
da sind es Kreuze über der Gruft;
ein Kirchhof ist’s, halb Meer, halb Land,-
das sind die Bänke von Goodwin-Sand.

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