Bericht der IDJüM 2006

Freitag den 28.07.06:
Wir mussten schon sehr früh aufstehen, um genug Zeit für die lange Fahrt von Berlin nach Kiel zu haben. Das Team Berlin war nämlich schon um 14.30 Uhr mit der Vermessung dran. Mein Boot war schon vor Ort, als wir um 12.00 Uhr im Olympiahafen eintrafen. Da ich es nach dem Trainingslager mit dem Berliner Kader im Hafen stehen lassen konnte. Ich traf mich dann mit dem Kader am Hafen, um das mit der Vermessung noch mal zu besprechen. Ich war sehr aufgeregt als dann um 14.30 Uhr mein Laufzettel überprüft wurde.

Alles klappte reibungslos und ich war sehr erleichtert als ich aus der Halle raus war. Nun suchten wir unsere Unterkunft auf. Es war nur ein einzelnes Zimmer in einer Privatwohnung mit einem sehr zimperlichen Besitzer. Wir hatten jedoch Glück im Unglück, da wir uns zwischenzeitlich und dann auch an jedem Regattatag in der Ferienwohnung von Oskar, seiner Mutter und Tante aufhalten durften. Sie hatten ihre Wohnung gleich am Hafen und war deshalb vom Boot gut zu erreichen.

Samstag den 29.07.06:
Am Samstag konnten wir uns noch mal ausruhen. Im Großen und Ganzen geschah außer der Eröffnungsfeier nichts Aufregendes. Die Eröffnungsfeier begann damit ,dass wir uns alle auf dem Parkplatz eines Supermarktes trafen. Nicht nur deutsche Segler waren dabei, sondern auch viele ausländische Segler z. B. aus Brasilien, Neuseeland, Vereinigte Arabische Emirate usw. waren vertreten. In einem Zug sind wir durch ganz Schilksee, musikalisch von einer Samba Gruppe begleitet, gelaufen. Im Yachthafen gab es mehrere Ansprachen von wichtigen Vertretern der DODV und anderen. Svenja Weger eröffnete dann mit einer Starttute die IDJüM. Zum Schluss verabschiedete der Wettfahrtleiter alle mit den Worten es gäbe zum Abschluss für alle Segler Eis. Worauf 260 Kinder in einem Schwall nach rechts Richtung Eisstand stürmten.

Sonntag, den 30.07.06:
Am Sonntag fand um 13 Uhr das Practice Race statt. Unsere Trainer Martin und Björn erzählten uns, dass das meist sehr chaotisch abläuft und so war es dann auch. Viele kürzten die Bahn ab oder behalfen sich mit unerlaubten Vortrieb. Dies war allerdings nicht schlimm, da es in diesem Race ja um nichts ging. Danach brachten wir unsere Boote auf Vordermann und polierten sie anschließend. So waren wir bestens auf den morgigen Tag vorbereitet.

Montag, den 31.07.06:
Der Tag begann, wie er auch die folgenden Tage immer beginnen wir, mit einem Frühstück der Oskar vom SVST. Dort deponierte ich auch mein komplettes Segelzeug. Um 9 Uhr trafen sich alle Segler täglich zum Wetterbriefing. Um 9.30 sind wir dann rausgesegelt. Es waren gute aber schwierige Windverhältnisse. Es war manchmal eine Glückssache ob man die richtige Seite erwischt oder nicht. Im ersten Rennen war meine Startkreuz gar nicht so schlecht und ich lag auf einem guten Mittelfeldplatz. Bei der 2. Kreuz erwischte ich leider die falsche Seite und fiel ganz weit nach hinten zurück. Im 2. Rennen war lief es ähnlich. Selbst die Trainer meinten, dass es schwierig war bei diesem Wind zu segeln. Selbst die Spitzensegler hatten ihre Schwierigkeiten.

Dienstag ,den 01.08.06:
Am Dienstag lief es etwas besser, da ich mit den Windverhältnissen besser klar kam. Trotzdem brachten mich kleine Fehler, wie eine falsch angesetzte Wende wieder etwas weiter nach hinten. Trotzdem war ich mit den Ergebnissen zufrieden. Abends gab es immer eine Tombola an der ich am Dienstag auch mal anwesend war, und gewann eine Dokumententasche von Musto, die ich gut für meine Segelpapiere gebrauchen kann. Dann gab es Grillfleisch und Würstchen.

Mittwoch, den 02.08.06:
Am Mittwoch war ich etwas erfolgreicher. Wir segelten 3 Wettfahrten, von denen ich eine im vorderen Mittelfeld ins Ziel brachte. Wenn sich nicht mein Baumniederholer gelöst hätte, wäre ich sogar unter den ersten 30 gefahren. Die erste Wettfahrt jedoch war mein schlechtester von 2 Streichern. Wir sind erst ganz spät an Land gekommen und mussten uns dann beeilen um rechtzeitig zum Berliner Abend zu kommen. Dort trafen sich alle Berliner Segler mit ihren Trainern und Familien. Die Segler wurden vom Berliner Segler Verband zum Essen eingeladen.

Donnerstag, den 03.08.06:
Am Donnerstag war der letzte Wettfahrttag. Es waren noch 2 Wettfahrten geplant, aber wir schafften nur noch eine. Es waren gute Windverhältnisse, trotzdem war ich wegen eines schlechten Starts gleich am Anfang ganz weit hinten. Ich konnte allerdings in den letzten Bahnen ca. 25 Boote aufholen, worauf ich sehr stolz war. Am Abend gab es für alle Lasagne und danach eine riesengroße Siegerehrung. Mit dabei war der Skipper Jesper Bank vom deutschen Amerikas Cupper 1&1. Von dem habe ich mir nach der Siegerehrung ein Autogramm geholt. Deutscher Meister 2006 wurde Julian Autenrieth mit einem riesigen Vorsprung. Das Berliner Team bekam einen Pokal als beste Mannschaft. Ich wurde letztendlich 231., wenn man aber die ausländischen Segler abzieht, bin ich 187. aus Deutschland, und somit besser als meine derzeitige Ranglistenplatzierung. Danach gab es eine Party.

Freitag, den 04.08.06:
Am Freitag packten wir unsere Sachen. Mein Boot konnte mit dem Trailer von Oskar mit in den SVST fahren.

Alles in allem bin ich mit meiner Platzierung sehr zufrieden und erstrecht weil ich einer von den wenigen 220 Seglern bin aus ganz Deutschland, die sich für die IDJüM qualifiziert haben. Außerdem war es einen super Veranstaltung, wo es sich gelohnt hat dran teilzunehmen. Für die nächste Saison habe ich mir vorgenommen mich wieder zu qualifizieren, und diese Regatta wieder als Saisonhöhepunkt zu nehmen.

Tim Freiheit
GER 10486

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