Louisenlunder Herbstpokal 2009

Samstag

An jenem 19. September begann unsere Reise in der Sehnheimer Straße in Frohnau. Die Dunkelheit wich langsam der aufgehenden Sonne, doch die Kälte der Nacht lag noch immer über der Stadt. Zum letzten Mal ließen wir den Blick über unsere Familien schweifen und dann fuhren wir endlich los. Endlos zog sich die Fahrt, weite Felder zogen an uns vorbei, grüne Wälder, graue Wolken, doch um 10.00 Uhr kamen wir an unserem Ziel an: Das Internat Louisenlund.

Trotz der frühen Morgenstunde trafen wir schon auf etliche aufgebaute Boote, wild durcheinander stehende Slipwagen und Autos. Doch schließlich fanden wir einen Platz und konnten unseren 29er in Ruhe aufbauen. Aufgrund der guten Windverhältnisse fuhren wir zügig nach unserer Besprechung auf die Schlei hinaus. Sofort wich die Müdigkeit und wir konzentrierten uns auf die erste Wettfahrt. Reibungslos verliefen die Starts von dreißig 29ern. Auf der Kreuz konnten wir durchgängig im Trapez stehen und auch auf dem Genackerkurs hatten wir Druck im Segel, sodass wir in Gleitfahrt kamen und bei dem ein oder anderen sogar zur Kenterung. Und so flogen wir schon bald wieder nach drei Wettfahrten zurück in den Hafen des Internats. Schnell bauten wir die Boote ab und richteten uns in den zur Verfügung gestellten Klassenräumen ein. Nach dem Abendessen wurde uns ein wunderschönes Lagerfeuer im Park, das Schülercafe und noch, andere Orte zur Verfügung gestellt. So gingen auch wir mitten in der Nacht das Internat besichtigen (von außen), quatschten auf den Stegen oder schauten auf dem Rasen liegend in die Sterne. Totmüde fielen wir in unsere Betten, doch als wir gerade eingeschlafen waren, wurden wir durch andere, ältere Segler geweckt. Doch auch diese fanden irgendwann in ihre Betten.

Sonntag

Nach etlichen Versuchen schafften auch wir es endlich aufzustehen und schlenderten, noch etwas verschlafen, zum Frühstück. Doch als alle das erste Mal aufs Wasser schauten, ging ein Stöhnen durch die Menge: Es war Flaute. Noch bevor die erste Startverschiebung angekündigt worden war, lagen die Ersten schon mit Anziehsachen im Wasser und so hatten wir auch einmal ohne Segeln Spass.

Wettfahrten wurden keine mehr an diesem 20. September gesegelt. Wir gingen alle zusammen zur Siegerehrung in die große Aula.

Und dann ging ein weiterer Tag im Internat Louisenlund zu ende, ein Tag, den wir nie wieder vergessen sollten.

Finja Berresheim

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