Regattabericht Scharmützelseewoche 420er 30.05./31.05.09

Das Wochenende begann mit der 1.5 Std Anfahrt an den Scharmützelsee in Bad Saarow. Zu diesem Zeitpunkt war es noch sehr Windstill, aber es waren ja noch 4 Windstärken angesagt. Also waren wir bester Hoffnung. Nach einer nicht sehr aufschlussreichen Steuermannsbesprechung (auch eine schriftl. Segelanweisung fehlte) ging es in totaler Unwissenheit auf die bevorstehenden Kurse aufs Wasser. Für weitere Nachfragen fehlte die Zeit. So blieben uns nur die anderen Mitsegler, die ein wenig besser informiert waren.

Zu Beginn der 1. Wettfahrt hatten wir dann schon 1-2 Windstärken, was sich dann im laufe des Tages nur noch auf eine 3 in Böen steigerte. In der ersten Wettfahrt hatten wir einen super Start und konnten als 1. um die 1. Tonne gehen. Man sah nach Tonne 3 deutlich dass sich die ersten 3 deutlich vom Feld absetzen würden. Wir konnten unsere Position an 1. Stelle noch bis zum Ende der 1. Diagonale halten, bis wir wegen eines kleinen taktischen Fehlers auf der Kreuz auf den 2. Platz zurück fielen. Diesen Fehler konnten wir leider nicht mehr ausgleichen und kamen als 2. ins Ziel.

Im 2. Rennen hatten wir einen missglückten Start, aber wir konnten uns noch bis auf den 4. Platz vorarbeiten, weil die 3. am Ziel der verkürzten Bahn vorbeigefahren sind. Die 3. Wettfahrt an diesem Tag verlief aber wieder sehr gut für uns. Wir fuhren ein gutes Rennen und konnten uns an erster Position mit einem großen Abstand zum 2. behaupten. Leider wurde die Wettfahrt wegen totaler Flaute abgebrochen.

Am 2. Wettfahrttag konnten wir in der 1. Wettfahrt einen 1. Platz sichern und hatten somit noch mal die Möglichkeit den Gesamtsieg zu erringen. Also wurde es noch mal sehr spannend für uns auf der letzten Wettfahrt. Wir hatten nichts mehr zu verlieren, da wir uns den 2. Platz schon gesichert haben. Somit konnten wir voll auf Risiko fahren, was nach einem missglückten Start auch dringend notwendig war. So konnten wir noch mal an die führenden herankommen, die sich bis dahin ihrer Sache sehr sicher waren. Wir schafften es sie in ein Wendenduell zu verstricken in dem sie dann ganz schön Nerven zeigten. Wir gewannen dieses Duell und hatten im Prinzip 20m vor dem Ziel unseren Sieg schon sicher. Doch leider schafften die anderen es durch einen Ihnen zu Hilfe kommenden starken Dreher sich noch 2m vor uns ins Ziel zu schieben. Trotzdem waren wir mit dem Ausgang dieser Regatta sehr zufrieden.

Tim Freiheit
420er GER 53339

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